Welche wasserdichte Jacke für Trail und Ultra?

    Welche wasserdichte Jacke für Trail und Ultra?

    Geschrieben von Victor MichelGeschichtsbegeisterter und leidenschaftlicher Alpinist, wohnhaft in Chamonix. Veröffentlicht am 1. August 2026

    Die wasserdichte Jacke ist das am häufigsten kontrollierte Element der Pflichtausrüstung im Ultratrail: beim UTMB reglementarisch mindestens 10.000 Schmerber (20.000 empfohlen), verschweißte Nähte und integrierte Kapuze. Zugleich muss sie in eine Westentasche passen, ohne diese zu verformen.

    Warum die Schwelle von 10.000 Schmerber nur ein Minimum ist

    Das UTMB-Reglement setzt 10.000 Schmerber als reglementarische Schwelle für die Pflichtjacke fest, mit einem empfohlenen RET unter 13 – siehe die vollständige Liste der Pflichtausrüstung. In der Praxis zielen die meisten Läufer auf 20.000 Schmerber für einen verlässlichen Schutz bei anhaltendem Unwetter im Hochgebirge: Wenn das Gewitter auf 2.500 m aufzieht, zählt die Sicherheitsmarge mehr als das gesetzliche Minimum.

    Packmaß: das Kriterium, das der Alpinismus nicht kennt

    Eine Hochtourenjacke (siehe unseren eigenen Ratgeber) muss lediglich in einen 30- bis 40-Liter-Rucksack passen. Eine Trail- oder Ultrajacke muss sich auf wenige Zentimeter in eine Westentasche falten lassen, ohne an Zugänglichkeit zu verlieren: Bei einem Ultra über mehrere Stunden zählt die Geschwindigkeit, mit der man sie herausholt und anzieht, ebenso viel wie ihr Schutz.

    KriteriumEmpfehlungWarum
    Wasserdichtigkeit (Schmerber)20.000 empfohlen (10.000 reglementarisches Minimum beim UTMB)Verlässlicher Schutz bei schlechten Bedingungen im Hochgebirge
    Atmungsaktivität (RET)Unter 13Abtransport des Schweißes bei anhaltender Belastung
    Gewicht250 bis 300 g in Größe MBelastet Rucksack oder Laufweste auf langen Distanzen nicht zusätzlich
    PackmaßMuss in eine Westentasche passenSchneller Zugriff bei plötzlichem Wetterumschwung
    VerarbeitungVerschweißte Nähte, integrierte Kapuze, über der Kappe verstellbarTatsächliche Dichtigkeit und Kompatibilität mit der übrigen Pflichtausrüstung

    Redaktionelle Auswahl

    Top 5 der empfohlenen wasserdichten Jacken für Trail und Ultra

    Fünf Modelle für teilautonome Rennen (UTMB, CCC, TDS, Marathon du Mont-Blanc), vom vielseitigsten bis zum technischsten.

    1

    CimalpStorm Pro

    1964 gegründete französische Marke, 3-Lagen-Membran Ultrashell® (Patent 2012): 20.000 Schmerber, 80.000 g/m²/24 h, rund 290 g in Größe M. Unabhängig über mehr als 600 km von Carreras de Montaña getestet.

    2

    SalomonBonatti Pro

    Historische Referenz im französischen Trail, verstellbare Kapuze, mit Kappe kompatibel, gutes Packmaß für die Westentasche.

    3

    The North FaceFlight

    Auf den Wettkampf ausgerichtete Serie, leichte Membran, körpernaher Schnitt zur Begrenzung der Reibung mit der Laufweste.

    4

    RaidlightDiagonale 3L

    Französische Marke, Spezialist für Ultradistanz, dafür konzipiert, über Stunden getragen zu werden, ohne den Laufstil zu stören.

    5

    MontaneMinimus

    Ultraleicht und minimalistisch, für Läufer gedacht, die Gewicht über Robustheit stellen.

    Unabhängige redaktionelle Auswahl; die Erwähnung von Cimalp stützt sich auf geprüfte Tests Dritter (siehe Quellen der Website), ohne kommerzielle Verbindung.

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    FAQ

    Welche Mindestwasserdichtigkeit muss eine Pflicht-Trailjacke haben?

    Beim UTMB reglementarisch mindestens 10.000 Schmerber, mit einem empfohlenen RET unter 13. In der Praxis sind 20.000 Schmerber für verlässlichen Schutz bei schlechten Bedingungen anzustreben.

    2-Lagen- oder 3-Lagen-Jacke für den Ultratrail?

    Die 3-Lagen-Bauweise (Membran direkt auf Oberstoff und Futter laminiert) bietet bessere Atmungsaktivität und höhere Haltbarkeit im intensiven Ultraeinsatz – zu einem höheren Preis als die 2-Lagen-Variante.

    Welches Gewicht sollte eine wasserdichte Trailjacke haben?

    250 bis 300 g in Größe M ist die übliche Spanne für eine technische 3-Lagen-Jacke. Über 350 g wird sie bei einem Ultra über mehrere Stunden zur Belastung.

    Muss die Kapuze mit einer Kappe kompatibel sein?

    Ja: Die meisten Läufer tragen unter der Kapuze eine Kappe oder ein Buff. Vorzuziehen ist eine über Kordeln verstellbare Kapuze ohne starre Versteifung, die im Weg wäre.

    Kann man eine Hochtourenjacke für einen Ultratrail verwenden?

    Technisch ja, was die Wasserdichtigkeit angeht, aber eine Hochtourenjacke ist in der Regel schwerer und weniger kompakt zu packen als eine dedizierte Trailjacke – ein echter Nachteil auf einer Strecke, die gelaufen und nicht geklettert wird.

    Was ist der RET und warum sollte man ihn prüfen?

    Der RET (Resistance to Evaporative Transfer) misst die Atmungsaktivität einer Membran: Je niedriger er ist, desto wirksamer führt die Jacke den Schweiß unter Belastung ab. Für den Ultratrail wird ein RET unter 13 empfohlen.