
Die häufigsten Fehler bei der Mont-Blanc-Besteigung
Geschrieben von Victor Michel — Geschichtsbegeisterter und leidenschaftlicher Alpinist, wohnhaft in Chamonix. Veröffentlicht am 10. Mai 2026 · Aktualisiert am 5. Juli 2026
Die meisten Misserfolge oder gefährlichen Situationen am Mont Blanc entstehen nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern durch eine Anhäufung: zu schneller Start, schlechte Ausrüstung, schlecht vertragene Höhe, falsch eingeschätztes Wetter, Erschöpfung, Gipfeldruck oder mangelnde Erfahrung.
| Fehler | Warum es gefährlich ist | Wie man das Risiko begrenzt |
|---|---|---|
| Glauben, es sei eine Wanderung | Völlige Unterschätzung von Gelände und Höhe | Den Mont Blanc als Alpinismus-Tour angehen |
| Ohne Akklimatisierung starten | Akute Höhenkrankheit, Leistungseinbruch | Vorbereitende Nächte und Touren in der Höhe einplanen |
| Den Abstieg unterschätzen | Erschöpfung, Aufmerksamkeitsverlust, Unfälle | Energie- und mentale Reserve behalten |
| Zu Beginn zu schnell gehen | Frühe Erschöpfung, Hypoxie | Ein gleichmäßiges, tragfähiges Tempo wählen |
| Neue Ausrüstung testen | Blasen, Unbehagen, Versagen | Alles bei vorbereitenden Touren testen |
| Handschuhe vernachlässigen | Erfrierungen an den Extremitäten | Zwei Paar: dünn und warm |
| Tal- und Gipfelwetter verwechseln | Überraschung durch Wind und Kälte | Bergwetterberichte und Höhenwind lesen |
| Séracs und Spalten ignorieren | Stürze, Verschüttung | Anseilen, angepasste Uhrzeiten, Gletscher lesen |
| Den Grand Couloir zur falschen Zeit queren | Steinschlag | Früh queren, auf die Hüttenwarte hören |
| Einer Seilschaft folgen, ohne zu verstehen | Kollektiver Routenfehler | Die Route selbst kennen oder mit einem Bergführer unterwegs sein |
| Wegen Gipfeldrucks weitergehen | Verzerrte Entscheidungen | Die Umkehr als Erfolg akzeptieren |
| Schutzhütten schlecht reservieren | Gestörte Logistik, abgesagte Besteigung | Sehr frühzeitig über offizielle Kanäle reservieren |
| Bergführer und Wanderleiter verwechseln | Für das Hochgebirge ungeeignete Begleitung | Das UIAGM-Diplom prüfen |
| Auf die Bergrettung zählen | Falsche Sicherheit | Prävention bleibt die erste Sicherheit |
| Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr schlecht managen | Unterzuckerung, Erschöpfung, Höhenkrankheit | Von Beginn an regelmäßig trinken und essen |


